Kitzrettung

Die Kitzrettung findet heutzutage typischerweise mit einer Wärmebild-Drohne statt. Ziel ist, die neugeborenen Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren. In den ersten Lebenswochen eines frisch gesetzten Rehkitzes wird es von der Ricke in einer Wiese abgelegt. Die Ricke kommt nur sporadisch zum Kitz um es zu säugen. Die Strategie von Mutter Natur für diese Rehitze gegenüber Gefahren aus der Natur (Fuchs etc.) ist, dass die Kitze geruchs- und bewegungslos in der Wiese liegen bleiben. Was gegenüber Raubwild sehr gut funktioniert, bedeutet gegenüber dem Landwirt bei der Heuernte den sicheren Tod.

Um dies zu vermeiden werden ehrenamtliche Teams, wie z.B. vom Verein für die Hege des Niederwildes, aktiv und suchen am Morgen vor der Mahd die Fläche mit einer Wärmebilddrohne ab. Wird ein Kitz gefunden, so sammeln Helfer das Kitz ein, sichern es in einer passenden Kiste oder Sack und deponieren es außerhalb der Fläche im Schatten. Nach der Mahd werden die Kitze wieder freigelassen.

Zum Zeitpunkt der Gründung dieses Vereins war der Plan, die private Drohne zweier Gründungsmitglieder in das Eigentum des Vereins zu überführen. Leider sieht diese Drohne inzwischen so aus:

Aktuell fliegen Mitglieder des Vereins mit einer Leih-Drohne der Jägerschaft Bad Fallingbostel.

Die Aktivitäten des Vereins in Sachen Kitzrettung gliedern sich wie folgt:

  • Planung des Erwerbs einer neuen Drohne
    Im ersten Schritt ist hier die Finanzierung relevant. Ein Teil ist dabei die Nutzung von Überschüssen aus Mitgliedsbeiträgen. Hinzu kommt das Einwerben von Spenden sowie das Evaluieren von öffentlichen Fördermaßnahmen.
  • Kitzrettung im Feld
    Für die Kitze der wichtigste Punkt, Ehrenamtliche, die morgens früh aufstehen und die Felder absuchen.
  • Förderung von Drohnenführerscheinen