Der Verein zur Hege des Niederwildes wurde gegründet, damit auch das Niederwild eine Lobby bekommt. Fasan, Feldhase, Rehwild, Rebhuhn und Wasserwild prägen seit jeher das Bild unserer heimischen Feldflur – doch ihre Bestände sind in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Die intensive Landwirtschaft mit großflächigen Monokulturen, der Verlust von Hecken, Feldrainen und Brachflächen sowie der frühe und häufige Mahdtermin auf Wiesen entziehen dem Niederwild Nahrung, Deckung und sichere Aufzuchtplätze. Hinzu kommen ein hoher Prädationsdruck durch Fuchs, Marder und Rabenvögel, die zunehmende Zerschneidung der Landschaft durch Straßen und Siedlungen sowie der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, der die Insektennahrung für Jungtiere reduziert.

Als Verein setzen wir genau hier an: Wir legen gemeinsam mit Landwirten Blühstreifen und Brachflächen an, die Nahrung und Deckung bieten. Wir betreiben in Kooperation mit den Jägerschaften, Hegeringen, Jägern und Landwirten die Kitzrettung mit Wärmebild-Drohne. Wir unterstützen unsere Fördermitglieder beim Prädatoren-Management, um den Prädationsdruck zu senken, und führen Bestandszählungen durch, um die Entwicklung der Populationen zu beobachten. Und wir sensibilisieren die Öffentlichkeit für die Bedeutung einer arten- und wildtierfreundlichen Kulturlandschaft.

Nur durch das Zusammenwirken von Jägerschaft, Landwirtschaft und Naturschutz kann es gelingen, unserem heimischen Niederwild wieder eine dauerhafte Lebensgrundlage zu sichern.