Hinter dem Begriff des Prädatoren-Managements verbirgt sich die Erfassung und Regulierung der Bestände des Raubwildes und – mit deutlichen Einschränkungen – der Raubvögel. Ziel dabei ist, in unserer Kulturlandschaft das biologische Gleichgewicht der Räuber-Beute-Beziehung so wiederherzustellen und zu erhalten, dass gefährdete Arten des Niederwilds in dieser Kulturlandschaft noch einen Lebensraum haben.
Für das Niederwild wie Feldhasen, Rebhühner und Fasane ist dieses Management überlebenswichtig, da ihre natürlichen Lebensräume und Deckungsmöglichkeiten stark geschrumpft sind. Ohne schützende Hecken und durch den Wandel der Landwirtschaft sind sie Fressfeinden wie Füchsen, Waschbären oder Rabenvögeln schutzlos ausgeliefert. Ein starker Raubtierdruck kann ohnehin gefährdete Populationen an den Rand des Aussterbens bringen.
Die beiden Kernpunkte des Managements sind
- Analyse
Es muss eine regelmäßige Zählung der Bestände sowohl des Raubwildes als auch des Niederwildes erfolgen. Nur mit entsprechenden Zahlen kann sowohl die Situation belegt als auch die Wirksamkeit von ergriffenen Maßnahmen nachvollzogen werden. Bei der Analyse müssen aber auch möglichst weitere Einflussfaktoren erkannt und berücksichtigt werden. - Maßnahmen
Die Maßnahmen können sehr vielfältiger Natur sein. Typischerweise gliedert sich das aber in zwei Richtungen. Zum einen ist das die Verbesserung des Lebensraum des Niederwildes, also der Beute. Zum anderen handelt es sich dabei um die Reduktion des Besatzes an Prädatoren.
Bei der Analyse sind die Möglichkeiten des Vereins naturgemäß recht beschränkt. Eine Zählung muss schon im Revier selber erfolgen, hier kann durch den Verein nur ein Austausch unterstützt und ggf. personelle Ressourcen vermittelt werden. Hinzu kommt natürlich ein Austausch und der Transfer von Wissen und Erfahrung.
Bei den Maßnahmen wird es dann deutlich konkreter. Aktuell wurden hier folgende Punkte umgesetzt:
- Bereitstellung von Fallenmeldern für den tierschutzkonformen, lebenden Fang
- Pflanzung von Schwarzdorn als Äsung, Verbiss, Deckung und Lebensraum
- Bereitstellung von Ködereiern
